Als Versicherungsmakler besitzen Sie eine Erlaubnis nach §34d GewO, den genauen Wortlaut finden Sie z. B. im Internet unter www.gesetzeiminternet.de .

Expressis verbis steht dort:

„(…)Die einem Versicherungsmakler erteilte Erlaubnis beinhaltet die Befugnis, Dritte, die nicht Verbraucher sind, bei der Vereinbarung, Änderung oder Prüfung von Versicherungsverträgen gegen gesondertes Entgelt rechtlich zu beraten.(…)“

In der Gesetzesbegründung vom 24. März 2006 wird der Satz erläutert:

„(…) Den Versicherungsmaklern soll mit der Erlaubnis künftig zugleich die Befugnis eingeräumt werden, im Unternehmensbereich gegen gesondertes Honorar Beratungen durchzuführen, auch wenn diese rechtlich geprägt sind und mit einer konkreten Vermittlungstätigkeit nicht im Zusammenhang stehen. Die Rechtsberatungsbefugnis der Versicherungsmakler ist dabei gegenüber dem Beratungsumfang der Versicherungsberater eingeschränkt. Die Vertretung von Versicherungsnehmern und Geltendmachung von Ansprüchen im Schadenfall ist ihnen wie bisher nur als Annextätigkeit erlaubt, wenn sie im Zusammenhang mit einer makelnden Tätigkeit erfolgt.(…)“

Konkret bedeutet dies für den Makler eine Erweiterung seiner bisher erlaubten Möglichkeiten. Der Versicherungsmakler stößt durch die Erweiterung und die Möglichkeit der isolierten Versicherungsberatung im Unternehmensbereich in die Gefilde des Versicherungsberaters vor. In der Folge unterliegt er allerdings nicht einem Vermittlungs-, Betreuungs- oder Provisionsannahmeverbot. Der Versicherungsmakler darf nach erbrachter Beratung auf Honorarbasis, wenn dies gewünscht wird, auf Courtagebasis vermitteln oder betreuen. Lediglich §654 BGB ist zu beachten und die Vergütungen müssen offengelegt werden, damit keine treuwidrige Tätigkeit vorliegt.

Der Versicherungsmakler darf also seit dem 22.05.2007 ohne Vermittlungsabsicht Beratung erbringen auch wenn diese rechtlich geprägt ist. Bis zur Einführung des §34d war dies den Versicherungsberatern vorbehalten.