Als Versicherungsmakler besitzen Sie eine Erlaubnis nach §34d GewO, den genauen Wortlaut finden Sie z.B. im Internet unter www.gesetzeiminternet.de .

In der GewO steht nicht, dass Honorarvereinbarungen mit einem Verbraucher unzulässig sind. Dies wird leider viel zu häufig falsch kommuniziert bzw. interpretiert. Was richtig ist, isolierte Versicherungsberatung beim Verbraucher oder Rentenberatung ist nur den jeweiligen Berufen erlaubt. Sprich, wenn Sie isolierte Beratung ohne Vermittlungsabsicht anbieten wollen benötigen Sie eine Zulassung nach §34e GewO zum Versicherungsberater.

Der Versicherungsmakler muss als vorgelagerte Tätigkeit zur geplanten Vermittlung verschiedene Beratungsleistungen erbringen, darunter u. a. Versicherungsberatung. Diese Beratung ist als Annextätigkeit erlaubt. Entscheidend ist hier, dass Entgeltlichkeit nichts an der Erlaubnis ändert. Sprich, was ich kostenfrei erbringen darf, darf ich auch gegen Bezahlung.

Das RDG regelt, dass der Gewerbetreibende vor allem dann Rechtsdienstleistungen erbringen darf, wenn der Kunde dies erwarten darf. Aufgrund der umfassenden Beratungspflichten des Maklers – auch über den Abschluss hinaus – ist das auch nicht anders darstellbar. Die vielfältigen Diskussionen z. B. ob ein Makler beim Tarifwechsel nach § 204 VVG beraten und ob er dann auch noch ein Honorar nehmen darf, gehen am Thema vorbei. Sie sind als „Nebelkerzen“ der Honorargegner anzusehen und verfolgen nur den einen Zweck, Sie als Makler zu verwirren. Zum Thema der PKV-Beratung hat der DIHK als Dachverband der IHK’s, die die Aufsicht über die Makler inne haben, bereits klargestellt, dass der Tarifwechsel gegen Honorar zulässig ist.

Um den Bereich der Annextätigkeit nicht zu verlassen, ist es wichtig, dass Ihre Zielsetzung die Vermittlung von Verträgen ist. Deshalb sind Sie ja auch Versicherungsmakler und nicht Versicherungsberater.